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Recruiting

Transformation ist Teamsport: Warum es jetzt auf die Menschen ankommt

Eindrücke von der Zukunftswerkstatt Automotive in Ansbach, 30. September 2026

Veröffentlicht am 30. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Die Autoindustrie ist mein berufliches Zuhause. Bei BMW habe ich den Aufbau neuer Werke in Brasilien und Mexiko begleitet, vom ersten Mitarbeiter am Band bis zur Führungskraft. Deshalb berührt es mich, wenn heute ausgerechnet in dieser Branche Stellen wegfallen. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit Erfahrung, Können und Familie. Genau mit dieser Frage bin ich nach Ansbach gefahren: Wohin gehen all diese Menschen und ihr Wissen?

Warum ich zu solchen Konferenzen gehe

Man kann nur gut rekrutieren, wenn man am Puls der Zeit ist. Ein Arzt hört nach dem Studium nicht auf zu lernen – sonst behandelt er mit dem Wissen von gestern. Für mich als Recruiterin gilt dasselbe.

Seit anderthalb Jahren arbeite ich nicht mehr in einem DAX-Konzern. Umso wichtiger ist es, zu wissen, was in der Industrie gerade passiert. Nur so finde ich die besten Menschen und kann Unternehmen wirklich unterstützen.

Und ganz ehrlich: Nach diesem Tag hatte ich einen Aha-Moment nach dem anderen.

Innovation ist Teamsport

Prof. Dr. Gunther Friedl, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, hat den Ton des Tages gesetzt. Sein Beispiel Heilbronn zeigt, was eine Region erreichen kann, wenn sie konsequent in Bildung und Forschung investiert: 41 Stiftungslehrstühle der TU München, rund 1.600 Studierende vor Ort, dazu die ETH Zürich, Fraunhofer, Max Planck und ein Innovationspark für künstliche Intelligenz.

Seine wichtigste Botschaft war aber eine andere. Auf die Frage, was der erste Schritt sei, sagte er: in die Zusammenarbeit kommen. Zwischen Hochschulen, zwischen Regionen, zwischen Branchen.

Resilienz wird zum Standortfaktor

Im Panel zu Dual Use wurde klar: Die Zeit des billigen globalen Einkaufs ist vorbei. Viele Komponenten kommen noch immer aus China. Fehlen sie, steht die Produktion. Deshalb braucht es Partner in Europa und eine Fertigung nah an der Entwicklung.

Franken hat dafür gute Voraussetzungen: eine breite Industrie und Fachkräfte mit viel Entwicklungserfahrung. Menschen, die durch die Transformation frei werden, sind ein Potenzial für neue Geschäftsfelder.

Vom Auto in die Klinik

Die Session von Medical Valley zeigte ein zweites Feld. Laut dem Branchenbericht IFR World Robotics stieg der Absatz medizinischer Roboter 2025 um 19 Prozent. Toyota und Hyundai sind mit Transportrobotern, Reha-Hilfen und Exoskeletten schon dort unterwegs.

Die Technik ist vertraut: Sensorik, Antriebe, Präzisionsmechanik, Software, funktionale Sicherheit, Serienfertigung. Neu sind vor allem die Regeln, also Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Normen wie die ISO 13485. Den leichtesten Einstieg bieten laut Stäubli Robotics Medizinprodukte, etwa Spritzen, Inhalatoren oder Prothesen. Montage, Spritzguss und Prüfen kennt jeder Zulieferer.

Ein Satz aus der Pflegerobotik ist mir besonders geblieben: Mehr Nutzen bedeutet nicht automatisch weniger Personal. Am Ende bleibt die Transformation eine Frage der Menschen.

Früh anfangen, gemeinsam gestalten

Wie das gelingt, zeigte Federal-Mogul Nürnberg. Das Werk fertigt seine hochpräzisen Kolben künftig für industrielle Anwendungen statt für Verbrenner. Die Produktion bleibt in Nürnberg, und ein wichtiger Grund dafür ist die Automatisierungskompetenz der Belegschaft.

Geschäftsführung und Betriebsrat haben gemeinsam beschrieben, was dabei geholfen hat: früh anfangen, solange noch kein Druck da ist. Die Belegschaft einbinden, denn niemand kennt die Produktion besser. Ehrlich miteinander umgehen. Das hat mich beeindruckt, weil es zeigt, dass Wandel und Beschäftigung zusammengehen können.

Was noch fehlt: Brücken

Mein Fazit nach diesem Tag: Die Bausteine sind da. Technik, Forschung und erfahrene Menschen. Aber sie stehen oft nebeneinander statt miteinander. Über Fachkräfte wird viel als „Potenzial“ gesprochen. Wer diese Menschen konkret von einer Branche in die nächste begleitet, bleibt oft offen.

Warum mich das antreibt

Genau hier sehe ich meine Aufgabe. **Mir geht es um die Menschen.** Um den Ingenieur, der seine Erfahrung in der Medizintechnik oder im Bereich Dual Use einbringen kann. Um die Führungskraft, die weiß, wie man eine Serienfertigung hochfährt. Und um Unternehmen, die neue Standorte aufbauen, in Deutschland und in Italien, und dafür die richtigen Teams brauchen.

Mit People · Places · Performance begleite ich diesen Übergang: Ich unterstütze beim Standortaufbau und finde die Menschen, die neue Geschäftsfelder möglich machen.

Sie stehen vor einem solchen Schritt, als Unternehmen oder persönlich? Dann lassen Sie uns sprechen: [info@sandralochmann.com](mailto:info@sandralochmann.com)

Was das für Ihr Unternehmen heißt

Die Bausteine der Transformation sind da – Technik, Forschung, erfahrene Menschen. Was fehlt, sind Brücken zwischen den Branchen. Genau daran arbeite ich.

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Quellen

  1. 01IFR World Robotics — Branchenbericht Robotikifr.org

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