Werksaufbau: Wie ich Fachkräfte für neue Standorte finde
Veröffentlicht am 29. September 2026 · 5 Min. Lesezeit
Beim Aufbau neuer Werke in Brasilien und Mexiko habe ich im Recruiting-Team rund 6.000 Einstellungen begleitet – vom Produktionsmitarbeitenden bis zur Führungskraft. Was ich dabei gelernt habe, teile ich hier.
Profile zuerst, dann Tempo
Der häufigste Fehler beim Werksaufbau ist, mit der Suche zu beginnen, bevor die Profile klar sind. Ich definiere mit Werksleitung und Fachbereichen zuerst, welche Rollen wann gebraucht werden und was ein Kandidat wirklich können muss. Erst dann startet die Suche – dafür mit vollem Tempo.
Serienbesetzung ist ein eigener Prozess
Wer hunderte Produktionsmitarbeitende in wenigen Monaten einstellt, braucht standardisierte Auswahlprozesse, klare Entscheidungswege und eine enge Steuerung externer Dienstleister. In Brasilien haben wir so mit einem externen Partner rund 1.500 Mitarbeitende rekrutiert, in Mexiko mit einem eigenen Werksaufbau-Recruiting-Team rund 4.500.
Führung und Technik brauchen ein anderes Netz
Schichtleitungen, Prozessingenieure und Werksleitungen findet man nicht über Stellenanzeigen allein. Hier zählen Branchenerfahrung, ein gepflegtes Netzwerk und die Fähigkeit, Kandidaten ehrlich zu beurteilen – fachlich wie menschlich.
Was bleibt
Ein neuer Standort steht und fällt mit den Menschen. Wer früh Profile, Prozesse und Verantwortlichkeiten klärt, besetzt schneller und hält die Qualität – das gilt vom Maschinenführer bis zur Werksleitung.
Was das für Ihr Unternehmen heißt
Werksaufbau ist Personalaufbau unter Zeitdruck. Klare Profile, standardisierte Prozesse und ein starkes Netzwerk entscheiden über Tempo und Qualität.
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